Aufgaben des KJR Cuxhaven

Der Kreisjugendring Cuxhaven (KJR) ist eine freiwillige Arbeitsgemeinschaft der Jugendverbände des Landkreises.

Der Kreisjugendring vertritt 18  Verbände mit nahezu 50.000 Mitgliedern. Es sind sowohl die großen Verbände wie die Sportjugend, die Jugendfeuerwehr oder die Evangelische Jugend vertreten. Aber auch kleine Vereine wie der Nachwuchs der Rassegeflügelzüchter oder Volkstanzgruppen finden hier eine Beheimatung. Auch die Ortsjugendringe der Gemeinden des Landkreises entsenden Delegierte in den KJR.
Der Kreisjugendring ist somit das Sprachrohr der Jugendverbände im Landkreis und wirkt als Lobbyist für die Belange von Kindern & Jugendlichen.
Im Sinne des Kinder- und Jugendhilfegesetzes ist der Kreisjugendring, sowie alle seine Mitgliedsverbände demokratisch organisiert und legitimiert. Die gesamte Arbeit des KJR basiert auf dem Grundsatz der Mitbestimmung. Der Kreisjugendring ist insofern ein unentbehrliches Medium der organisierten Interessenvertretung und der politischen Beteiligung junger Menschen. Als nahezu einzige gesellschaftliche Organisationsstruktur ermöglicht die Verbandsvertretung des KJR die Einflussnahme auf politische Entscheidungen im Interesse der jungen Generation.
In Zeiten der "Politikverdrossenheit" gilt es, diese Einflussmöglichkeiten im Rahmen der vorhandenen Ressourcen zu nutzen und zu gestalten. Für Politik & Verwaltung liegt hierin eine einmalige Chance, den Dialog mit der jungen Generation zu führen und zu fördern.

Der Kreisjugendring hat vom Landkreis die Förderung von verschiedenen Maßnahmen der Mitgliedsverbände und hierfür Finanzmittel übertragen bekommen. Der KJR bezuschusst Freizeiten, kulturelle Veranstaltungen und Theaterfahrten und stellt Sonderzuschüsse für finanziell benachteiligte Familien zur Verfügung.

Der Landkreis fördert die Jugendarbeit der Verbände und des Kreisjugendringes mit einem Zuschuss von 61.500,-€ pro Jahr. Dies ist eine lohnende Investition in die präventive Form der Betreuung von Kindern und Jugendlichen. Die Jugendverbandsarbeit gewährleistet nichtkommerzielle Angebote für eine sinnvolle und die soziale Kompetenz der steigernde Freizeitgestaltung.
Für "nachsorgende" Betreuung von auffälligen Kindern und Jugendlichen muss der Landkreis im Jahr 2004 rund 8,8 Millionen Euro ausgeben. Allein die Heimunterbringung eines einzelnen Jugendlichen kostet den Landkreis ca. 42.000,-€ jährlich.
Wir sind der festen überzeugung, dass der Fokus der Jugendhilfe mehr auf die kostengünstigere präventive Jugendarbeit gelegt werden müsste.

Das dritte Standbein des KJR sind die eigenen Veranstaltungen. Getragen von 20-30 Ehrenamtlichen haben im Jahr 2003 799 Kinder & Jugendliche bei 47 Veranstaltungen an den Wochenenden die Jugendfreizeitstätte in Bad Bederkesa belebt.
Im Rahmen der aktuellen Bildungsdiskussion um PISA und andere Studien, legt der Kreisjugendring wert auf die Feststellung, dass Bildung mehr ist als lineare Wissensvermittlung. Der Erwerb sozialer, ethischer, religiöser, politischer, interkultureller, ästhetischer, ökologischer … Kompetenzen ist integraler Bestandteil der Jugendverbandsarbeit. Dass KJHG stellt fest: "Junge Menschen haben das Recht auf Förderung ihrer Entwicklung und auf Erziehung zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit." Diesem Grundsatz fühlt sich der KJR verpflichtet.

Die Arbeit des Kreisjugendringes ist strukturiert durch zwei bis drei Vollversammlungen pro Jahr, durch regelmäßige Vorstandssitzungen und die Arbeit in der Geschäftstelle im Amt Jugendhilfe.